Forscher in den USA haben festgestellt, dass sich autonom fahrende Autos sehr einfach mit manipulierten Verkersschildern täuschen lassen, was große Gefahren in sich birgt.

Wie bei menschlichen Fahrern auch, orientieren sich selbstfahrende Autos an Verkehrsschildern. Diese können aber mit böswilligen Absichten so manipuliert werden, dass es zu katastrophalen Folgen kommt. Das ganze wird als Deceiving Autonomous caRs with Toxic Signs (DARTS) bezeichnet.

Für Menschen augenscheinlich unverdächtig

Die Forscher der Universitäten Princeton und Purdue haben ein Tempolimit-Verkehrsschild mit Hilfe eines Musters aus Schmutz so manipuliert, dass das Zeichenerkennungssystem das Schild als ein Stoppschild wahrnimmt. Für das menschliche Auge wirkt das Schild nur etwas verschmutzt, ist aber klar als 80 km/h Schild zu erkennen. Ein selbstfahrendes Auto könnte in diesem Fall aber durch plötzliches Stoppen einen Auffahrunfall provozieren.

Zweite Möglichkeit: Linsenrasterfolie

Eine zweite Möglichkeit um die Kamera auszutricksen ist eine Linsenrasterfolie, die auf das Verkehrsschild aufgeklebt wird. Diese zeigt je nach Blickwinkel andere Motive an. Dabei nutzt der Angreifer die Tatsache aus, dass der Mensch wesentlich tiefer sitzt als die Kamera für die Zeichenerkennung. Für den Passagier suggeriert das Schild so zum Beispiel ein Tempolimit, jedoch erkennt die Kamera das Schild als ein Überholverbot oder ähnliches.

Die Forscher haben ihre Theorie bei verschiedenen Lichtverhältnissen, Entfernungen und Blickwinkeln überprüft und dabei festgestellt, dass die Täuschungsquote bei ca. 90 % liegt. Sie empfehlen, die Zeichenerkennung dahingehend zu verbessern und zu trainieren, um dieser Problematik entgegen zu wirken.